Umweltschonender Weinbau – Naturschutz im Rebberg.
Die Pflege der Balgacher Reben wird heute nach den neuesten, für die Umwelt sehr positiven Erkenntnissen bewirtschaftet. Die Folge ist: Eine Vielfalt von Pflanzen, Insekten, Spinnen und Kleintieren haben im Rebberg Einzug gehalten. Im gesunden Umfeld bieten die Pflanzen den Tieren Unterschlupf und die Möglichkeit zur Fortpflanzung. Es sind wiederum Pflanzen, die den Stickstoffhaushalt regulieren und das Auswaschen von Nitrat verhindern.
Vollbelaubte Reben zählen zu den wichtigen Sauerstofflieferanten und deren Erzeugnis, der Wein, ist nicht nur bekömmlich, sondern nach neuesten Erkenntnissen auch gesundheitsfördernd.


Diese Pflanze heisst Ackergauchheil und ist leider nur noch selten anzutreffen.
Dieser Schmetterling wird C-Falter genannt und fühlt sich in den Rebbergen heimisch.
Die Balgacher Reben, im Hintergrund das Schloss Grünenstein.
 
Nie hätte ich gedacht, dass die Bewirtschaftung eines Rebbergs einmal mein Hobby würde. Wie habe ich doch als Mädchen gestöhnt, wenn ich im Rebberg mithelfen musste, während meine Freundin spielen oder in die Badi gehen konnte.
Doch es ist nicht allein die Pflege der Reben, es ist vor allem die Umstellung auf IP (Integrierte Produktion = Umweltschonender Rebbau), die mich fasziniert. Die Rebbergböden werden begrünt, d.h. es wird nicht mehr gehackt, sondern nur noch gemäht, alternierend, (abwechselnd jede zweite Reihe), damit immer Futterpflanzen für die Fauna vorhanden sind. So entdecke ich immer wieder Pflanzen und Tiere, die ich seit meiner Jugendzeit nicht mehr gesehen habe. Da stehe ich dann, staunend und voller Freude.