Unser Garten
ist eher ein Gärtchen – rund 200 m2 gross. Da wuchert so allerhand. Gartenblumen und Wildblumen, eine Ecke mit Brennnesseln. Verschiedene Stauden, am stark zurück geschnittenen Kirschbaum, er gab selten Früchte, doch die Vögel mögen seine Höhe, locken im Frühling unzählige kleine weisse Blüten der Kletterrose ebenso unzählige Insekten an, und seit der Japanische Kirschbaum, er war für das Gärtchen viel zu gross, so stark zurück geschnitten wurde, dass er das Blühen aufgab, ist es nun ebenfalls eine Kleinblütige Kletterrose die dem abgedorrten Baum wieder Leben verleiht. Vogelbrutkisten sind darin gut versteckt, ebenso im Malus. Die Kohl- und Blaumeisen haben ein Abkommen getroffen und wechseln sich mit den Wohnungen ab, ein Spatzenpaar ist Dauermieter.

Frühling
In den Asthaufen, ein wenig versteckt angelegt, wohnen die Blindschleichen. Auch in der sehr kleinen Wildwiese kann vieles Kleingetier beobachtet werden, obwohl die meisten Wildblumen in die Rabatten ausgewandert sind. Doch scheinbar sind auch Gräser sehr beliebt, da hört man oft das feine Zirpen des Grünen Heupferdes. Diese Wiese mähe ich nie auf einmal, immer muss Ersatz vorhanden sein. Übrigens: Duftendes Wildwiesenheu ist bei Nagetier–Haltern immer ein willkommenes Mitbringsel.

Winterlinge trotzen dem Schnee
Schneeglöcklein und Wildkrokusse erobern endgültig den Frühling, und Honigbienen melden den Besuch an.

Die Osterdekoration vor dem Haus überbrückt jeweils die Zeit der verblühten Frühblüher.
Blüten der Gelben Taubnessel. In unserer Kindheit war es eher die Rote Taubnessel, dessen Blüten wir jeweils aussogen und herrlich süss fanden.

Auch das Buschwindröschen gehört zu den Frühlingsboten. Wir Kinder haben diese Blumen nie für einen Frühlingsstrauß gepflückt. Ihr scheußlicher Name, „Bettseicher“ hielt uns davon ab.

Der Mohn als Farbtupfer unter den Frühlingsblumen
Märzbrecher waren in unserer Jugendzeit die eigentlichen Schneeglöcklein. Jeweils im Frühling pilgerte man durch den Balgacher Wald hinauf bis zur Waldgrenze. Eine Wiese, übersät mit diesen Märzenbecher, lockte viele Spaziergänger an. Als aber in der Landwirtschaft Maschinen Einzug hielten, und man somit auch abgeschiedene Grundstücke bewirtschaften konnte und die Wiese gedüngt wurde, verschwanden diese Frühlingsboten. Zu ihrem Gedeihen benötigen sie also ungedüngten mageren Boden. Auch braucht es Geduld, denn als ich damals im Herbst die Blumenknöllchen in den Boden steckte, konnte ich erst im dritten Frühling danach die ersten Blüten bewundern. Seitdem vermehren sie sich stetig, wenn auch sehr langsam.